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Wie erreicht man kostengünstig 5 Millionen Menschen? Ein Kochrezept für erfolgreiches Virales Marketing.

Man nehme ein Modellflugzeug mit abbrechender Tragfläche, einen coolen Typen und eine Videokamera. Auf kleiner Flamme werden dann in der Gerüchteküche zwei Amateurvideos gekocht und mit einer Mini-Website und Twitter Profil abgeschmeckt. Dieses „Virale Marketing-Rezept“ schaffte es in sechs Wochen ohne Einsatz von Mediabudgets 5,2 Millionen Besuchern auf youtube zu erreichen.

Der Videoclip zeigt ein Flugzeug, das trotz des Verlustes von einer Tragfläche sicher landet. In einem zweiten ist der Pilot in einem Interview zu dem Zwischenfall zu sehen. Virales Marketing baut auf Mundpropaganda auf. Damit diese funktioniert, muss ein Gefühl vermittelt werden. Ob es besonders positiv oder negativ ist, spielt dabei keine Rolle – die Intensität ist entscheidend. In unserer Gerüchteküche war es das Rätseln ob der Clip echt ist oder es möglich ist, ein Flugzeug mit nur einer Tragfläche sicher zu landen.

5,2 Millionen Besucher rätseln über die Echtheit der Zutaten

Das Video selbst verbreitete sich dann wie im Kochbuch angegeben viral. Auf über 350 Internetseiten wurde der Clip von Benutzern, die sich vom Video angesprochen gefühlt hatten, eingebunden. In Folge diskutierten in über 200 nationalen und internationalen Foren sowie auf über 200 Blogs die User über die Echtheit des Videoclips. Die detaillierten Analyseergebnisse sind nachzulesen bei der dialog solutions company.

Vor allem im Internet kann die „virale Verbreitung“ von Marketingbotschaften sehr effizient funktionieren. Soziale webbasierte Netzwerke helfen dabei es zu beschleunigen. Die bekanntesten Protagonisten einer Viralen Marketingkampagne sind Moorhühner. Das kostenlose Spiel bei dem Moorhühner gejagt werden, war ursprünglich ein Marketing-Instrument von Johnnie Walker. Und damit sind wir auch schon bei der Herausforderung von Viralem Marketing angelangt. Trotz wahnwitziger Verbreitungszahlen und der Aufnahme des Begriffs Moorhuhn in die deutsche Ausgabe des Duden, ist kaum jemanden aufgefallen, dass damit die Marke „Johnnie Walker“ gestärkt werden sollte.

Die Herausforderung: Betroffenheit zum Kampagnenziel zu führen

Im Falle des „Stunts“ mit dem Flugzeug war das Ziel die Marke killathrill.com zu bewerben. Dies wurde mit einer Aufschrift auf dem Flugzeug und auf der Lederjacke des Piloten gewährleistet. Und tatsächlich bereits 3 Wochen nach Kampagnenstart hatten knapp 50.000 Besucher die Website besucht und das Kampagnenziel erreicht.

Eine gute Gerüchteküche bringt also nicht nur viele Konsumenten dazu sich mit den Zutaten zu beschäftigen, sondern führt diese mit einem durchdachten Gesamtkonzept zum Kampagnenziel. Am Weg dorthin ist man mit ähnlichen „Drop Out“ Raten wie bei konventionellen Marketingmaßnahmen konfrontiert. Die Kosten für Konzeption, Umsetzung und vor allem die Vermarktung sind jedoch nur ein Bruchteil einer klassischen Kampagne. Beispiele für erfolgreiche ganzheitlich virale Vermarktungs- und Salesstrategien findet man immer häufiger – Kelterei Walther, Skype, Bionade oder Spreadshirt sind solche.

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