Blogbeitrag

Darum brauchen wir Partizipation von Kindern und Jugendlichen!

Der Leitfaden "Dialog auf Augenhöhe" gibt Einblicke in die Grundlagen von Kinder- und Jugendbeteiligung und beschreibt die positiven Auswirkungen davon.

Einblicke in den Leitfaden „Dialog auf Augenhöhe“

Hier gibt es nähere Infos, wie der Leitfaden „Dialog auf Augenhöhe“ ins Rollen kam. In diesem und im folgenden Blogbeitrag gibt es nun detailliertere Einblicke in die 40 Seiten starke Broschüre.

Positive Auswirkungen von Partizipation

Es ist nicht einfach Selbstzweck, junge Menschen stärker in gesellschaftliche Prozesse einzubinden und ihnen Raum für Mitgestaltung zu geben. Ganz im Gegenteil! Gerade die Stadt und die Erwachsenen profitieren von Kindern und Jugendlichen, die sich für ihre Stadt einsetzen. Erfahren junge Menschen, dass ihre Stimme wahrgenommen wird und ihr Tun einen Einfluss hat, wirkt sich das auf vielen Ebenen positiv aus.

  • Gerechte Stadt: Junge Menschen sind von formellen politischen Prozessen zumeist ausgeschlossen. Beteiligung die für alle zugänglich ist, führt zu mehr Inklusion und zu faireren Lösungen zwischen den Generationen.
  • Neues Miteinander von Lösungen: Sitzen erwachsene Entscheidungsträger:innen gemeinsam mit jungen Menschen am Tisch, kommt es häufiger zu Veränderungen, die den Anliegen der jungen Bürger:innen entsprechen. Das führt zu zukunftsfähigeren Lösungen und stärkt den Austausch und das Vertrauen zwischen jungen Menschen, Verwaltung und Politik.
  • Demokratiebewusstsein und politische Bildung: Beteiligungsangebote für junge Menschen – abseits der klassischen Wahl – tragen zur politischen Bildung bei. Sie ermöglichen Demokratieerfahrungen und schaffen Verbindungen zwischen politischen Gremien und jungen Menschen.
  • Intergenerativer Dialog: Beteiligung fördert den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Hintergründe und Bedürfnisse. So wird Verständnis für andere Standpunkte entwickelt, der gesellschaftliche Zusammenhalt und solidarisches Handeln gestärkt.
  • Selbstwirksamkeit: Mitgestaltung stärkt das Selbstbewusstsein und führt dazu, dass junge Menschen sich häufiger in gesellschaftlichen Prozessen einbringen.
  • Identifikation und Verantwortungsbewusstsein: Junge Menschen setzen sich mit ihrem Lebensumfeld auseinander. Die Identifikation mit Schule, Park, Jugendzentrum, Grätzl und der Stadt fördert das Engagement junger Menschen und ermöglicht es ihnen, Verantwortung für sich und ihr Umfeld zu übernehmen.

Gesetzliche und politische Grundlagen von Kinder- und Jugendbeteiligung

Zudem ist die Teilhabe junger Menschen gesetzlich und politisch in unterschiedlichen Rahmen festgehalten, sei das in den UN-Kinderrechtskonventionen, auf europäischer Ebene in der EU-Jugendstrategie oder national in der österreichischen Jugendstrategie.

Berichte aus der Co-Kreation

In den Leitfaden flossen neben Fallbeispielen von Partizipationsprojekten in Jugendzentren, auf Bezirksebene und auf Stadtebene auch Erfahrungsberichte von Mitarbeiter:innen der Stadt ein. So berichtet beispielsweise Ursula Dominikus von den Wiener Stadtgärten (MA42) von ihren Eindrücken aus co-kreativen Beteiligungsformaten mit jungen Menschen.

Teilhabe für alle ermöglichen

Ein wichtiger Punkt, der in Gesprächen mit Expert:innnen aus der Kinder- und Jugendarbeit immer wieder genannt wurde, ist es möglichst ALLE Kinder und Jugendlichen mit Beteiligungsangeboten zu erreichen. Junge Menschen für Partizipationsprojekte zu begeistern, ist nicht immer einfach. In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig mit Menschen zusammenzuarbeiten, die die Lebensrealitäten der Kinder und Jugendlichen gut kennen und kontinuierlich mit ihnen arbeiten, wie Mitarbeitende aus den Wiener Jugendzentren.