Über das Projekt

Mit dem Niederösterreichischen Infrastrukturkostenkalkulator (NIKK 2.0) erhalten Städte, Gemeinden und PlanerInnen in Niederösterreich ein internetbasiertes Planungswerkzeug, welches eine frühzeitige Abschätzung der kurz- und langfristigen Infrastrukturkosten für neue Baugebiete und Siedlungserweiterungen ermöglicht.

Herausforderung

Die größten Herausforderungen des Projekts waren einerseits, die komplexen Planungsvorgaben übersichtlich und einfach als browsergestütztes Angebot umzusetzen, andererseits ein zukunftsfähiges Backend-System zu konzeptionieren, in welchem Formeln und Werte für zukünftige Anforderungen auf einfache Weise wartbar sind. Die Voraussetzung dafür bildete das gute Zusammenspiel der fünf unterschiedlichen ProjektpartnerInnen. Zuletzt mussten auch die Programmierlogik sowie die Systemperformance den äußerst komplexen Berechnungsvorgängen gerecht werden.

Lösungsansatz

Mit der Weiterentwicklung des Open-Source-Werkzeugs TYPO3 wurde der Vergleich von Planungsvarianten von Baugebieten umgesetzt. Der Planende kann zwischen den Szenarien Siedlungs-, Betriebs- und Mischgebiet sowie zwischen in Planung und Bestand wählen. In weiterer Folge werden die Flächen-, Bebauungs- und Erschließungsstruktur vom Benutzenden festgelegt. Dieser hat die Möglichkeit, Vorgabewerte für die technische und soziale Infrastruktur, Gebühren und Abgaben sowie Besiedlungsgeschwindigkeit zu nutzen. Mit diesen Inputfaktoren wie auch mit den im Hintergrund hinterlegten Fixwerten, wie z.B. zu gemeindeabhängigen Finanzausgleichsleistungen, erfolgt eine umfangreiche Baugebiets- und Projektauswertung der einmaligen und laufenden Kosten für die Gemeinde und private AkteurInnen.

Die Ergebnisse zu Finanzen, Bevölkerung, Wirtschaft und Flächenverbrauch werden in interaktiven Grafiken angezeigt. Eine tabellarische Auswertung zeigt die Einnahmen und Ausgaben nach Kostenarten und -trägern über zumindest 20 Jahre und ermöglicht auch die Übertragung in Datenverarbeitungsprogramme wie Excel.

Mit Hilfe des Projektvergleichs können die finanziellen Ergebnisse unterschiedlicher Varianten gegenübergestellt werden. NIKK 2.0 bietet Gemeinden eine fundierte und objektive Diskussionsgrundlage für die Entscheidungsfindung zur örtlichen Siedlungsentwicklung. Die gesamtheitliche Kostenbetrachtung eines Planungsprojekts verdeutlicht EntscheidungsträgerInnen, PlanerInnen und auch BürgerInnen die fiskalischen Auswirkungen von unterschiedlichen Projektvarianten. Mit der webbasierten Anwendung können nun auch Projekte mit KollegInnen und ProjektpartnerInnen online geteilt werden, um gemeinsam an Planungslösungen zu arbeiten bzw. die Ergebnisse einzusehen.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.