Dialog Plus
Wiener Charta

Über das Projekt

Das internationale Vorzeigeprojekt Wiener Charta wurde von der Stadt Wien im März 2012 als europaweit erstes Projekt dieser Art ins Leben gerufen. Dabei stand das Zusammenleben in der Großstadt Wien im Mittelpunkt und wie man dieses verbessern kann. Peter Kühnberger unterstützte die Projektleiterin, Dr. Ursula Struppe, im Rahmen von neu&kühn im Prozessdesign mit Workshops und technischer Konzeptionsarbeit sowie das Projektteam bei der Umsetzung und Online-Moderation. Das  BürgerInnenbeteiligungsverfahren verband klassische Gesprächsrunden und Online Beteiligungsformate und mündete nach sieben Monaten in der Erstellung der Wiener Charta.Ablauf Wiener Charta

Herausforderung

Ziel des Projektes war es, möglichst viele BürgerInnen Wiens in den Diskurs zu den Fragestellungen „Wie wollen wir zusammenleben?“ und „Was kann jede/r einzelne dafür tun, um das Zusammenleben in Wien zu verbessern?“ aktiv einzubinden und damit das Stadtleben neu zu gestalten.

Lösungsansatz

Damit die BürgerInnen aktiv in den Dialogprozess einsteigen, wurde ein Prozessdesign entwickelt, in dem die Bevölkerung die Themen selbst bestimmen und die Charta über Online und Offline Diskussionen aktiv mitgestalten konnte. Es wurde nichts verordnet – die Stadt Wien ermöglichte diesen Prozess und bot den Rahmen zur Erarbeitung der Wiener Charta.

In der Themensammlung via Internet und Telefon wurden 1.848 Themen eingebracht und im Anschluss zu sieben Themenclustern zusammengefasst.

  1. Wiener Charta auf McDonalds Tabletts

    Auch McDonald’s unterstützte die Wiener Charta. Hier Dr. Ursula Struppe, Projektleiterin der Wiener Charta, und Winfried Schmitz, Franchise-Partner von McDonald’s. (C) Stadt Wien

    Verhalten im Straßenverkehr und in den öffentlichen Verkehrsmitteln

  2. Umgangsformen im Alltag, Rücksicht im Zusammenleben
  3. jung und alt
  4. Deutsch sprechen – andere Sprachen sprechen
  5. Ich und die, die anders sind als ich
  6. Sauberkeit in der Stadt
  7. Öffentlicher Raum – Lebensraum für uns alle

Diese Themenbereiche wurden dann in 651 Charta-Gesprächsrunden in ganz Wien, veranstaltet von Vereinen, Organisationen und auch interessierten Einzelpersonen, diskutiert und die Ergebnisse aus den Gesprächen wiederum online gestellt. Auf der weitgehend barrierefreien Online-Plattform konnten die Themen und Ergebnisse aus den Gesprächsgruppen wiederum diskutiert werden und mündeten im November 2012 in einer Vereinbarung über einen guten, fairen und respektvollen Umgang miteinander – der Wiener Charta.

Weiterführende Links

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